Da sich aus der amtlichen Statistik keine Analyse zum Marktsegment Sicherheit ableiten lässt, hat die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen eine Unternehmensbefragung durchgeführt. Ziel war es, einen regionalen Überblick über die Branche zu erhalten. Die Ergebnisse sind in der Studie „Die Sicherheitswirtschaft in Berlin und Brandenburg“ veröffentlicht.
Mit den Marktfeldern Sicherheitstechnik, IT-Sicherheit und Sicherheitsdienstleistungen wurden drei Segmente vorgegeben, in denen regionale und überregionale Geschäftstätigkeit erfolgen.
Beschäftigungsstärkstes Geschäftsfeld sind die Sicherheitsdienstleistungen. Hier sind mehr als 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die meisten Unternehmen sind im Segment Sicherheitstechnik tätig (42,5 %). IT-Sicherheit ist für knapp 1/3 aller Unternehmen das wichtigste Geschäftsfeld. Die Hälfte der Unternehmen ist innerhalb der letzten 10 Jahren gegründet worden. Damit wuchsen sowohl die Beschäftigtenzahlen, insbesondere aber die Umsatzzahlen. Im Zeitraum 2003 bis 2007 lagen die jährlichen Zuwachsraten bei 18%.
Mehr als 50 % der Unternehmen orientieren sich auf den überregionalen, bundesweiten Markt. Vorrangig regional tätig sind 29 % der Unternehmen, international nur 9 %.
Wichtigster Zielkunde ist die Industrie, gefolgt von der öffentlichen Hand und den Betreibern von Infrastrukturen. 73 % der Unternehmen sind an FuE-Kooperation interessiert, 48 % haben Bedarf an Weiterbildung. In einer Hochrechnung auf alle Unternehmen (220) wurde ein Umsatz von 2,43 Mrd. Euro und eine Beschäftigtenzahl von 24.500 abgeschätzt.
Mehr Informationen: http://www.berlin.de/projektzukunft/themen/sicherheit-mit-it/index.html
Studie als Download: |